Am 21. September 1457 fertigte der (vorder-)österreichische
Erzherzog Albrecht VI., Bruder von Kaiser Friedrich III.,
den Stiftungsbrief für ein Studium Generale in Freiburg aus,
womit die nach Wien zweitälteste habsburgische Universität
entstand. Matthäus Hummel, Doktor des Kirchenrechts und der
Medizin, wurde im Freiburger Münster zum ersten Rektor
gewählt und zitierte in seiner Antrittsrede das bekannte
Bibelwort „Sapientia
aedificavit sibi domum“ – die Weisheit hat sich ein Haus
erbaut. 1818 garantierte der badische Großherzog Ludwig I.
als neuer Landesherr das Weiterbestehen der Universität
Freiburg, die seither den Doppelnamen Alberto-Ludoviciana
trägt.
Vor allem im 19. und 20. Jahrhundert haben hier bedeutende
Persönlichkeiten gewirkt, darunter 8 Nobelpreisträger, große
Philosophen wie Edmund Husserl und Martin Heidegger, aber
auch viele berühmte Mediziner wie Adolf Kußmaul, Alfred
Hegar und Ludwig Aschoff. Seit 2007 zählt die Albert-Ludwigs-Universität zu den neun
Hochschulen, die im Rahmen der deutschlandweiten Exzellenzinitiative
ausgezeichnet wurden.
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Das 555-jährige Bestehen der Universität
und die Eröffnung des gegenwärtigen Institutsgebäudes der
Rechtsmedizin vor 50 Jahren nehmen wir zum Anlass, die Kolleginnen und Kollegen
von nah und fern zur 91. Jahrestagung der DGRM nach Freiburg
einzuladen.
Die Veranstaltung soll auch heuer wieder
für internationale Gäste attraktiv sein. Wir haben deshalb
gerne die Gelegenheit ergriffen, ein Symposium der
International Academy of Legal Medicine (IALM) zum Thema
„Interpersonelle Gewalt im sozialen Nahraum“
in den Kongress
zu integrieren.
Auf dem historischen Boden des Kollegiengebäudes I im Zentrum der Stadt
wollen wir aktuelle wissenschaftliche Fragen diskutieren und die
Zukunftsfähigkeit unseres
Faches unter Beweis stellen.
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Wir würden uns freuen,
Sie in Freiburg willkommen heißen zu dürfen.
Stefan Pollak
im Namen aller Mitarbeiter/innen
des Instituts für Rechtsmedizin
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